Für Schüler ist ein Auslandsjahr während der Schulzeit mit Spannung verbunden, stellt ein unvergessliches Erlebnis dar und fördert zugleich auch die Selbständigkeit und Persönlichkeitsbildung. Insbesondere aus Interesse an fremden Sprachen und Kulturen entscheiden sich immer mehr Schüler dazu, ein Schuljahr im Ausland zu absolvieren. Wir nennen Dir die wichtigsten Punkte, die Du vor einem Auslandsaufenthalt wissen solltest.

 

Gründe, die für einen Auslandsaufenthalt sprechen

Der Mensch ist von Natur aus neugierig und daher ist es nicht verwunderlich, dass der Schritt ins Ausland bereits für Kinder und Jugendliche interessant ist. Neben tollen Eindrücken und Spaß, sowie dem Eintauchen in eine fremde Kultur, profitieren Schüler mit Auslandserfahrung durch einen sicheren Umgang mit der neuen Sprache, was sich nicht zuletzt auch auf die Berufsperspektive positiv auswirkt. Viele Arbeitgeber bewerten es positiv, wenn Bewerber den Schritt gewagt haben, eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen, um dort zur Schule zu gehen oder auch dort gearbeitet zu haben. Weltoffenheit repräsentiert eine tolerante und respektvolle Lebensart. Der Gang ins Ausland ist also aus vielerlei Hinsicht lohnenswert.

 

Möglichkeiten, um als Schüler Zeit im Ausland zu verbringen

Wenn man sich als Schüler dazu entscheidet, Zeit im Ausland zu verbringen, gibt es zwei Möglichkeiten, wie dies umgesetzt werden kann:

 

  1. Schüleraustausch:

Diese Form des Auslandsaufenthaltes ist für Schüler zwischen 15 und 18 Jahren gedacht. Mit einem relativ sicheren Sprach-Grundwissen ausgestattet, das meist ab der 7./ 8. Klassenstufe vorhanden ist, kann jedes Kind einen Schüleraustausch machen, das außerdem die Einwilligung seiner Eltern dazu bekommt. Ein sicheres Grundwissen in einer Sprache heißt, sich verständigen und mitteilen zu können. Dazu bedarf es nicht sämtlicher Vokabeln einer Fremdsprache. Die eigene Gefühlswelt mitteilen zu können, d.h. erklären zu können, z. B. warum es einem nicht gut geht, ist aber auf jeden Fall hilfreich in einem Land ohne direkte Bezugspersonen. In der Regel findet der Austausch vor dem Schulabschluss statt. Bei Realschülern ist ein Austausch auch danach möglich. Die Unterbringung erfolgt in einer Gastfamilie, wodurch die Integration in das neue Umfeld erleichtert wird und der Neustart in dem neuen Land und der neuen Umgebung leichter fällt. Austausch ist insofern nicht unbedingt der richtige Begriff, weil nicht immer zwei Schüler ausgetauscht werden. Oftmals geht ein Kind in eine Gastfamilie und seine eigene Familie nimmt im Gegenzug keinen Schüler auf. Die Zeit im Ausland kann 6 bis 12 Monaten dauern.

 

  1. Sprachreisen:

Diese können in jedem Alter durchgeführt werden. Dabei können auch Dauer und Intensität der Auslandsreise variieren. Den einen zieht es eher für kurze Zeit zu einem Sprachkurs ins nahe gelegene Ausland, der andere verbringt einen mehrwöchigen Sprachurlaub oder sogar mehrere Monate in einem anderen Land. Je nach Zeit und Budget sind natürlich auch mehrere Länder möglich.

 

Fazit

Als Schüler längere Zeit im Ausland zu verbringen, ist eine tolle Erfahrung und sehr empfehlenswert. Nicht nur die Verbesserung der sprachlichen Kompetenzen sollte dabei ein Anreiz sein, sondern auch die eigene Persönlichkeitsentwicklung, die privat, aber später auch beruflich von Vorteil sein kann. Insbesondere in der heutigen Zeit wird das Thema „Globalisierung“ immer relevanter. So haben Kinder, die frühzeitig ihre Kenntnisse in den Bereichen Sprache und Kultur ausbauen, große Vorteile im späteren Leben. Da viele Unternehmen international tätig sind, werden ständig qualifizierte und gebildete Nachwuchskräfte gesucht, die Auslandserfahrung vorweisen können. Durch einen Schüleraustausch oder auch eine Sprachreise kann der Grundstein dafür gelegt werden. Es werden nicht nur mögliche Sprachhürden durch einen Austausch verringert. Kindern, die an einem solchen Programm teilnehmen, wird auch die Angst vor Neuem genommen, so dass sie neben den positiven Erfahrungen auch meist motiviert und mit einem gestärkten Selbstbewusstsein zurück nachhause kommen.