Ein Referat zu halten ist für viele Schüler und Studenten eine wahre Horrorvorstellung. Damit Du mit dieser Herausforderung kein Problem hast, haben wir hier in diesem Artikel einige Ratschläge für Dich um komplett entspannt deinen nächsten Vortrag bzw. dein nächstes Referat anzugehen. Hier ist das Vortragen an sich allerdings nur der kleinere Teil, denn die Hauptarbeit eines Referats befindet sich in der Aufgabe des Recherchierens und Vorbereitens des recherchierten Stoffes.

Sobald Du Dir das Thema ausgesucht hast oder je nach Dozenten vielleicht auch ein Thema zugewiesen bekommen hast, ist unser erster Tipp, dass Du Dich komplett ohne Recherche an den Schreibtisch setzt und einfach einmal alles aufschreibst, was Dir zu dem Thema in den Kopf kommt. Hier kannst Du in einer Mindmap-Form alles Dir bekannte, sprich Tatsachen und Fakten notieren. Ebenfalls solltest du Fragen die Dir zu dem Thema in den Sinn kommen und die für Dich interessant sind notieren. In dieser Mindmap verknüpfst du dann deine aufgeschriebenen Punkte sinnvoll miteinander, sodass Du auf dieser Mindmap dein gesamtes Referat drauf aufbauen kannst.

Der nächste Schritt in dem Ablauf sollte sein, dass Du Dich mal mit deinem Dozenten auseinandersetzt und diesen nach guter Lektüre fragst, woher Du gute Quellen findest. Häufig empfehlen die Dozenten von sich aus bereits ein paar Quellen, woher man gute Literatur bekommt. Mit diesen Empfehlungen solltest Du Dich auf jeden Fall mindestens auseinandersetzen, denn Dozenten empfehlen diese Quellen nicht einfach nur so, sondern haben ihre Gründe, warum sie genau diese nennen. Sobald Du Dich mit den Büchern auseinandergesetzt hast, wird Dir auffallen, dass ein sehr großer Teil der Bücher auf andere Bücher verweist, welche wiederum auf weitere Bücher verweisen. So setzt sich die Recherche für dein Thema ganz alleine immer weiter fort und Du sammelst Buch für Buch immer weiter wichtige Informationen für dein Referat. Beschränke Dich schon bei der Recherche hauptsächlich auf das Thema, welches Du hervorheben möchtest.

Nun zum Aufbau des Referats. Du beginnst bei deinem Referat damit, dein Thema und die Gliederung deines Vortrags vorzustellen. Dazu reißt du das Thema kurz an und beschreibst, wie Du im Laufe deiner Vortragszeit vorgehen wirst. Im Anschluss folgt dein Hauptteil, indem Du all deine recherchierten Daten an deine Zuhörer vermittelst. Zum Abschluss deines Referats fasst Du noch einmal alle wichtigen genannten Fakten zusammen und verweist auf verwandte Themen oder Folgen deines Themas, die für dein Thema eine Relevanz haben/hatten. Achte darauf, dass dein Referat einen roten Faden hat, den jeder gut verfolgen kann und Du nicht von einem Punkt in deinem Referat zum Nächsten und dann wiederum zum Nächsten springst.

Nun zu deinem Handout. Dies ist normalerweise ein Blatt, auf dem in Stichpunkten die wichtigen Teile der Präsentation zusammengefasst sind. Dieses Handout kannst Du je nachdem entweder vor oder nach deiner Präsentation an deine Kommilitonen austeilen. Wenn Du es nachher austeilst, haben die Leute im Nachhinein etwas um sich dein Referat nochmal in Erinnerung zu rufen und wenn Du es stattdessen schon vorher austeilst, können deine Zuhörer mithilfe des Handouts deinen Vortrag verfolgen und besser aufpassen. 

Jetzt folgen ein paar Tipps und Ratschläge, die deinen Vortrag noch besser ankommen lassen. Deine Folien sollten nur mit einigen Stichpunkten versehen sein, da diese einfacher zu verfolgen sind. Große Textblöcke sind dahingegen nicht gut verfolgbar und wirken eher unübersichtlich. Ein weiteres Mittel zum Veranschaulichen von Daten und Fakten sind Graphiken, Tabellen und Bilder, da diese häufiger um einiges leichter zu verstehen als purer Text. Eine gute Möglichkeit um die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer aufrecht zu erhalten ist der Wechsel von Medien, beispielsweise vom Beamer auf die Tafel oder mit einem Verweis auf das Handout, so dass die Zuhörer aktiv mitdenken/mitmachen sollten. Dies sollte aber nicht übertrieben werden, da ein häufiger Sprung zwischen verschiedenen Medien schnell hektisch wirken kann.

Nun zu der Art und Weise wie Du deinen Vortrag rüberbringen solltest. Sprich ruhig und deutlich zu Deinen Zuhörern und benutze Worte die dem Standard deiner Zuhörer angemessen sind. Nur weil Du bei der Recherche Fachwörter gelesen und verstanden hast, heißt dies nicht, dass deine Zuhörer ebenfalls all diese Worte verstehen. Währen deines Vortrags solltest Du den Blickkontakt aufrechterhalten, bzw. den Blick über deine Zuhörer schweifen lassen und in keinem Fall stur auf deine Karteikarten oder gar auf den Boden schauen. Falls Du Dir beim Vortragen unsicher bist, halte bereits zuhause den Vortrag ein paar Mal vor einem Familienmitglied oder Freunden ab. Das nimmt Dir auf der einen Seite die Angst Vorträge vor anderen Personen zu halten und auf der anderen Seite können diese Dir Ratschläge zur Verbesserung des Vortrags und deiner Vortragsart geben. Eine weitere Möglichkeit ist, Dich mit deinem Handy oder einer Kamera beim Vortragen selber zu filmen und zu analysieren, was noch verbessert werden kann.

Geh am Abend vor deinem Vortrag früh in Bett, damit du ausgeschlafen bist und sei am Tag deines Vortrags etwas früher im Raum um alles gut vorbereiten zu können und dein Referat gut und entspannt über die Bühne zu bringen.