„Maaaama, Mama, Mama, Mama… Ich mag nicht mehr lernen. Ich kann mich nicht konzentrieren, der Stoff ist mir viel zu langweilig, außerdem ist es viel zu viel und es bringt alles sowieso nichts, weil ich das bis zum Prüfungstermin nie mehr schaffe.“ Wer kennt das nicht: Konzentrationsprobleme, keine Lust zu Lernen, uninteressanter Stoff,… Trotzdem will jede und jeder aber in Englisch alle Vokabeln beherrschen, ein Gedicht ohne Fehler vortragen oder die komplizierten Matherechnungen richtig lösen können. Damit dir das Lernen leichter fällt und du die


unterschiedlichen Prüfungen mit Bravour absolvieren wirst, gibt es viele verschiedene Tipps und Tricks. Du kannst diese ausprobieren und so mit der Zeit herausfinden, welche Methode dir am besten liegt. Denn jede und jeder ist anders und was bei manchen perfekt funktioniert, kann bei anderen gar keinen Effekt haben. Manche merken sich Dinge besser, wenn sie diese sehen, manche, wenn sie sie hören und wiederum andere, wenn sie sie selbst sprechen. Deshalb gib nicht auf, wenn eine Strategie einmal nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Es gibt schließlich sehr viele Möglichkeiten, das Lernen zu erleichtern und einige davon werden dir im Anschluss kurz vorgestellt:

Der wohl bekannteste Lerntrick ist das Mind Map. Dies ist besonders für die Kreativen unter euch eine Überlegung wert. Alles, was man bereits gelernt hat, kann wiederholt werden, indem man sich ein Blatt Papier schnappt, einen zentralen Begriff in die Mitte malt und anschließend verschiedene Begriffsgruppen davon abzweigen lässt, die wiederum in Untergruppen verzweigen können. Am Ende hat man ein großes Bild, das alles Wichtige zu einem Thema beinhaltet, farbenfroh gestaltet werden und zur Erinnerung auch immer wieder betrachtet werden kann. Häufig fällt es so bei einem Test leichter, die gefragten Begriffe aus dem Gedächtnis abzurufen. Wenn dir auffällt, dass du dir Dinge durch Sehen am besten merkst, kannst du auch zur Post-It-Methode greifen. Alles, was du nicht im Gedächtnis behalten kannst, wird kurz in Stichworten auf kleine Zettelchen geschrieben und das Haus oder die Wohnung wird damit vollgeklebt. Besonders gut funktioniert das neben dem Herd, sofern du manchmal kochst, auf dem Klo, da doch jede und jeder dort Zeit hat, sich das Geschriebene durchzulesen, oder aber neben dem Bett, dass du es noch einmal vor dem Schlafengehen schnell betrachten kannst. Diese Methode eignet sich besonders gut für schwierige Mathematikformeln, bei denen man anfangs das Gefühl hat, dass man sich diese niemals merken wird. Natürlich kann sie auch für Vokabeln und anderes verwendet werden.
Für das Lernen von Vokabeln ist außerdem die Strategie mit dem Karteikästchen besonders gut geeignet. Alle Vokabeln, die du dir für die Schule merken solltest, kannst du auf kleine Karteikärtchen schreiben. Anschließend kommt der Karteikasten ins Spiel. Dieser besitzt verschiedene, unterteilte Abschnitte hintereinander und zuerst legst du alle Kärtchen in den hintersten Abschnitt. Immer, wenn du das Gefühl hast, eine Vokabel gut zu beherrschen, kannst du sie einen Abschnitt weiter nach vorne legen. Das wiederholst du immer wieder, bis sich irgendwann alle Vokabeln im vordersten Abschnitt befinden und du sie perfekt beherrschst. Diese Methode beugt außerdem dem Auswendiglernen der Vokabeln nach der Reihenfolge vor, wodurch du das Gelernte auch unabhängig voneinander für die Prüfung aus deiner Erinnerung abrufen kannst.
Manchen Schülern und Schülerinnen hilft es auch, wenn sie den Stoff, den sie beherrschen sollten, selbst nochmals auf dem Computer oder handschriftlich zusammenfassen. Auf diesem Weg müssen sie alles bewusst durchgehen, das Wichtige herausfiltern und können es so im Gedächtnis verankern. Wenn der Stoff dann noch morgens gleich nach dem Aufstehen, wenn sonst noch nicht so viel im Kopf herumschwirrt, und abends genau vor dem Schlafengehen, wenn das Gehirn danach in Ruhe Zeit hat, das Ganze zu verarbeiten, wiederholt wird, steht einer guten Note nichts mehr im Weg.
Für diejenigen unter euch, die besser lernen können, wenn sie selber sprechen oder zuhören, gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten, sich den Stoff gut und schnell zu merken. Ein Gedicht beispielsweise kannst du dir bestimmt besonders gut merken, wenn du es dir zuerst einmal laut vorsagst und danach damit beginnst, wichtige Stellen mit deiner Stimme hervorzuheben, unterschiedlich zu betonen und mit Gestik und Mimik zu untermalen. So merkst du dir einen Satz vielleicht durch einen lustigen Einfall von dir oder etwas besonders Prägnantes, das dir dazu eingefallen ist.
Viele Schüler und Schülerinnen sagen zudem, es hilft ihnen, sich den Stoff laut vorzusagen und dabei beispielsweise im Zimmer eine Acht zu laufen. Dies regt nicht nur die Konzentration und die Aufmerksamkeit an, sondern sorgt auch dafür, dass du dich nicht von Dingen um dich herum ablenken lässt. Wenn dir das unangenehm ist, da du das Gefühl hast, mit dir selbst zu sprechen, kannst du auch einen Freund oder eine Freundin, deine Eltern oder deine Großeltern fragen, ob sie kurz Zeit hätten, dir zuzuhören. Denn Lernstoff, der nicht nur auf dem Papier gelesen, sondern auch selbst noch einmal vorgesprochen wird, können sich viele besser merken. Sollten deine ZuhörerInnen besonders motiviert sein, fragen sie dich vielleicht sogar ab oder beginnen, mit dir über den Stoff zu diskutieren. So bekommst du nochmals neue Blickwinkel auf unterschiedliche Themengebiete und kannst jene auf diese Weise leichter in deinem Gedächtnis verankern.

Was etwas aufwendiger, aber auf jeden Fall sinnvoll ist, ist das Aufnehmen des Lernstoffes. Du kannst dir diesen anschließend ganz leicht auf deinem Handy abspeichern. Danach brauchst du nur noch Kopfhörer und das Lernen kann losgehen. Egal ob beim Entspannen in der Sonne, beim Joggen durch die Stadt oder beim Herumstehen im Bus, so hast du deinen Prüfungsstoff immer mit dabei, kannst nebenbei mithören und dir auf diesem Weg alles ganz leicht aneignen. Ein weiterer wirkungsvoller Trick fürs Lernen sind Eselsbrücken. Bei Dingen, die du dir gar nicht merken kannst, fallen dir bestimmt Sätze ein, mit denen du sie verbinden könntest. Wenn du gerade keine Idee hast, frag doch einfach jemanden. Eselsbrücken zu kreieren macht Spaß und oft entstehen dabei ganze Geschichten, gerade dann, wenn es sich um etwas besonders Schwieriges handelt. Ein Beispiel, für die Gitarrenspieler unter euch, wären die Namen der sechs Saiten E, A, D, G, H und E. Wie soll man sich die jemals merken? Ganz einfach, mit einer Eselsbrücke: Ein Anfänger der Gitarre hat Eifer. Du kannst dir aber auch für einzelne Wörter Eselsbrücken ausdenken, um sie dir besser merken zu können. Schlussendlich gibt es für Fremdsprachen noch eine weitere Methode, gerade, wenn Sprechen und Verstehen schwer fällt. Du schaust dir wahrscheinlich gerne Serien an und verbringst manchmal auch ganze Nachmittage vor dem Computer, wenn sich deine Eltern nicht gerade wieder so lange darüber aufregen, bis du damit aufhörst. Warum sollst du also nicht diese Zeit dazu nutzen, deine Sprachkenntnisse zu verbessern? Wenn du Serien auf Englisch schaust (One Piece oder Gossip Girl sind beispielsweise leicht zu verstehen), können deine Eltern nicht mehr sagen, du machst nichts für die Schule und auf diese Weise macht das Lernen sogar Spaß.

Zusätzlich zu den verschiedenen Lernmethoden ist es immer wichtig, dass du dich selbst motivierst. Überleg dir, was es für dich für einen Nutzen hat, wenn du das jetzt lernst. Kannst du es vielleicht für dein späteres Berufsleben brauchen, wenn du einmal ins Ausland willst oder aber, Geographie zum Beispiel, um beim Stadt-Land-Fluss spielen anzugeben? Wenn du dir denkst „Ich kann es, ich will es, ich schaffe es“, dann kannst du es auch wirklich schaffen und fühlst dich danach, wenn du die Prüfung positiv absolviert hast, umso besser. Was zusätzlich immer hilft, sind Belohnungen in den Lernpausen. Es ist wichtig, sich Ziele zu setzen und wenn du dir beispielsweise vornimmst, nach fünf gelernten Seiten ein Stück Schokolade zu essen oder nach zwanzig Seiten noch mit Freunden ins Kino zu gehen, hast du eine größere Motivation und es ist ein Ende des Lernens in Sicht, wodurch du dir den Stoff auch schneller merken kannst. Sollte dies alles gar nicht helfen und du hast das Gefühl, es macht keinen Sinn mehr, sich noch länger mit einem Fach zu beschäftigen, gibt es ausgezeichnete NachhilfelehrerInnen, wie jene von TeachBack, die genau darauf spezialisiert sind. Sie helfen dir weiter, motivieren dich, geben dir Übungen, steigern nach und nach den Schwierigkeitsgrad und zeigen dir vielleicht noch andere Lerntricks, wodurch du auch die schlimmste Prüfung schaffen kannst.