Eine Nachhilfe ist schon seit Urzeiten bekannt. Bei der Online-Nachhilfe ist das zwar nicht ganz so lange der Fall, sie wird aber ebenfalls seit längerem praktiziert. Sie hat in der Quarantäne einen Zugewinn verzeichnet und eine Selbstverständlichkeit erlangt, die so in der Form noch nie vorherrscht. Denn der Schulunterricht wird mit einer Selbstverständlichkeit online durchgeführt, die sich auf den Nachhilfeunterricht überträgt.

Es wird aber auch eine Zeit nach der Quarantäne geben. Deswegen erlaubt sich eine Erhebung zu machen, welche Vorteile und Nachteile eine Nachhilfe online hat. Denn es könnte bedeuten, dass sie sich gesellschaftlich tiefer verfestigt oder wieder eine Tendenz zur persönlichen Kontakt-Nachhilfe zurückkommen wird.

Funktionsweisen der Nachhilfe online

Eigentlich unterscheidet sich mittlerweile die Online-Nachhilfe nicht sehr viel von der herkömmlichen Nachhilfe. Sie findet über Video-Programme statt und ist deswegen auch live durchführbar. Der Lehrer und Schüler können sich also direkt sehen sowie aktuelle Themen und Aufgaben besprechen, ohne dass eine Zeitverzögerung stattfindet. Sie kann als Einzel- oder auch Mehrpersonenunterricht gegeben werden. Mit den Messenger-Programmen, die weiter unten vorgestellt werden, ist dies mittlerweile möglich.

Vorteile der Online-Nachhilfe

Es gibt einige wichtige Vorteile, die derzeit gelten und auch nach der Krise noch Gehalt haben werden. Diese werden listenhaft beschrieben.

Zeitersparnis

Ein wichtiger Aspekt ist die Zeitersparnis, die beide Lernparteien erhalten. Sie müssen sich nicht an einem Ort treffen, zu dem sie erstmal hinfahren müssen. Das kann erheblich sein, wenn die räumliche Distanz sehr groß ist. Oder der bisher bekannte und gute Nachhilfelehrer zieht beispielsweise in eine andere Stadt. Dennoch kann die Online-Nachhilfe weitergeführt werden. Das „Hinterherreisen“ ist mit der digitalen Hilfe also kein Problem mehr.

Über-Regionalität und Passgenauigkeit

Der Unterricht kann durch die Online-Möglichkeit überregionaler werden. Das bedeutet, dass Nachhilfelehrer hinzugezogen werden können, die sich sehr weit entfernt befinden, aber sehr hochqualifiziert sind und individuell auf die Lernbedürfnisse besser abgestimmt werden können. Gerade im Sprachlernen ist wichtig, dass es möglichst Nachhilfelehrer sein sollten, die die Fremdsprache als ihre Muttersprache haben. Sie haben die beste Aussprache und natürlich ein natürliches und fundiertes grammatikalisches Wissen ihrer eigenen Sprache.

Eine Qualität kann sich aber auch in anderen Bereichen erhöhen, wenn Fachexperten gesucht werden. Sie sind nicht immer regional zu finden. Das gilt insbesondere für die Studien-Nachhilfe und weniger für die Nachhilfe des Schulunterrichts, da sie auf schulisches Allgemeinwissen zurückgreift.

Nachteile der Online-Nachhilfe

Es gibt einige Nachteile, die ebenfalls listenhaft aufgeführt werden.

Internetabhängigkeit

Es kann durchaus immer noch vorkommen, dass es Server- oder Internetprobleme gibt, sodass ein Unterricht technisch klappen kann oder dieser während der Nachhilfe abbricht. Dann müssen die Nachhilfelehrer und -schüler den Unterricht nachholen. Eine schlechte Verbindung ist außerdem ziemlich für einen Unterrichtsfluss störend. Das tangiert beispielsweise alle Bereiche des intensiven Erklärens und auch dem Aussprachetraining einer Fremdsprache.

Komplexität

Für einige Lehrer und Schüler mag es ungewohnt sein, ihre Inhalte nicht mehr direkt zeigen zu können. Sie waren es bisher gewohnt, dies mit einem Buch, Stift und Papier zu machen, welche gemeinsam vor einem auf dem Tisch lagen. Jetzt müssen sie sich auf einmal die Dinge online erklären lassen oder neue Tools einsetzen, die ungewohnt sind und möglicherweise noch nicht beherrscht werden.

Mögliche Tools, um den Unterricht zu erleichtern

Es gibt einige Tools, die die Lehrer und Schüler anwenden können, damit der Unterricht erleichtert wird. Es ist deswegen wichtig, dass sie sich mit den Tools rasch vertraut machen müssen, insbesondere wenn es keine Alternative als nur den Online-Nachhilfeunterricht gibt. Nachstehend werden sie kurz dargestellt und deren Vorteile erklärt:

1. Konversationstool: Skype und WhatsApp

Mittlerweile können sich die Lehrer und Schüler neben Skype auch mit WhatsApp sehr stabil und mit mehreren Personen gleichzeitig im Online-Unterricht austauschen. Skype und WhatsApp sind insgesamt sogar gleichwertig zu betrachten, wobei Skype noch den Vorteil hat, dass es am PC oder Laptop gleichzeitig funktioniert, sodass schnell nochmal parallel auf die Aufgaben geschaut werden kann.

2. TeamViewer oder Snipping Tool

TeamViewer eignet sich bestens, um Hinweise am Bildschirm des anderen zu geben. Das kann manchmal sehr hilfreich sein, wenn der Schüler etwas schreiben oder aufmalen muss. Damit kann der Nachhilfelehrer gleichsehen, ob er es richtig macht hat. Alternativ kann das „Snipping Tools“ des Laptops oder PCs genommen werden. Das Bild muss jedoch abgespeichert und dann an den Empfänger erst verschickt werden. Das dauert in der Regel also länger als TeamViewer und ist somit aufwendiger.

3. Google Docs oder Wetransfer.com

Mit diesen Tools können Unterlagen verschickt und heruntergeladen werden, die beim nächsten Online-Nachhilfeunterricht durchgegangen werden sollen. Das betrifft gleichermaßen Aufgaben während des Unterrichts oder auch Hausaufgaben.

Fazit

Manchmal gibt es keine andere Wahl, ob eine Nachhilfe online durchgeführt werden sollte oder nicht. Das gilt nun in der Quarantäne. Dann sollte das Beste daraus gemacht werden, selbst wenn Lehrer und Schüler den herkömmlichen Nachhilfeunterricht bevorzugen. Es gibt dazu die oben genannten Tools, die ihnen deutlich helfen. Es könnten sogar Skype und WhatsApp parallel am PC und Smartphone genutzt werden, um gleichzeitig das direkte Zeigen der Unterlagen zu ermöglichen, ohne die Hauptkonversationskamera schwenken zu müssen.

Die Online-Nachhilfe wird mit dem Studium anders. Hier gilt es die beste Qualität zu suchen und zu finden, die oftmals regional nicht immer verfügbar ist. Spätestens dann müssten beide Parteien offen sein, die Online-Nachhilfe in Anspruch zu nehmen beziehungsweise auch unterrichten zu wollen.