SELBSTORGANISATION: NUR EIN MYSTERIÖSES WORT ODER DOCH GANZ HILFREICH?

 

Oje, schon wieder die ganze Woche verplant, an drei Orten zugleich sein müssen und das Gefühl haben, dass Dir bald die Decke auf den Kopf fällt. Aber wo bleibt da die Zeit für Hausaufgaben, Lernen oder das Vorbereiten von Referaten? Wenn, dann gehst Du doch lieber mit Freunden Eis essen oder draußen eine Runde Fußballspielen. Doch dieses zeitfressende Ding namens Schule will immer wieder deine Aufmerksamkeit. So etwas Nerviges! Solltest Du Dich doch endlich dazu aufraffen, deine Freunde ohne Dich weiter spielen zu lassen und dich an den Schreibtisch zu setzen, siehst Du den riesigen Arbeitsstapel. Plötzlich bist Du völlig überfordert. Du weißt gar nicht mehr, wo Du anfangen sollst, geschweige denn, wo der riesige Berg endet. Schweißausbrüche, Zittern und auch Tränen sind hier keine Seltenheit. Um diesen Stresssymptomen vorzubeugen, möchten wir Dir in diesem Blogeintrag etwas näherbringen, das sich auch Selbstorganisation nennt.

Natürlich ist es schön, auch mal spontan zu sein und nicht gleich alles zu verplanen, aber um den Überblick über deine Termine zu behalten ist ein Zeitplan eine gute Idee. Dies bedeutet nicht, dass Du Dir jeden Tag des kommenden Monats schon vollständig mit Aktivitäten vollstopfen musst, aber ein Plan hilft, dass deine To-Do-Liste nach ein paar Wochen zumindest nicht mehr bis ganz zum Boden reicht. Außerdem trägt er dazu bei, dass Du Dir Ziele feststecken kannst und nicht das Gefühl hast, bald in einem Berg von Mathe, Latein, Physik oder anderem unterzugehen. Du weißt, was Du am heutigen Tag noch erledigen solltest und hast Du das geschafft, kannst Du mit gutem Gewissen noch etwas unternehmen, das Dir Spaß macht. Dadurch sorgst Du für Ausgleich und bist nicht überfordert.

So ein Zeitplan kann mehrere Wochen umfassen. Du schreibst Dir deine Tagesziele auf und auch das, was Du am Ende eines Monats erreicht haben willst. Dann kannst Du genug Pausen für Freizeitaktivitäten einplanen, aber auch einige Stunden freihalten, sollte Dir spontan noch ein wichtiges Referat oder Sonstiges dazwischenkommen. Hast Du für einen Tag alle Schulsachen erledigt, kannst Du ohne Schuldgefühle deine Freunde treffen oder einfach gemütlich alleine zuhause vor dem Fernseher sitzen und entspannen. Du kannst das Gefühl genießen, wieder etwas erreicht zu haben und Dich ganz auf einen Nachmittag oder Abend ohne Schulsachen freuen.

 

Das Vorausplanen ist etwas, das nicht nur jetzt wichtig für Dich ist, sondern etwas, das später, wenn Du nicht mehr in einem geregelten Schulsystem bist, beispielsweise als Student oder Studentin, besonders hilfreich sein kann. Auch ein Kalender trägt zusätzlich dazu bei, dass Du nicht überfordert bist und den Überblick behältst, sei es auch nur über den Spieleabend bei Oma oder das Kino mit Freunden.

 

Zur Selbstorganisation gehört aber noch mehr. Sei Dir darüber im Klaren, dass man nicht immer alles schaffen muss und auch nicht kann, was man sich vorgenommen hat. Manchmal kommt auch ungeplante Dinge dazwischen, und bringt deinen Plan Durcheinander. Doch wie heißt es so schön: Probieren geht über Studieren. Wenn also etwas nicht so klappt, wie Du es Dir erwartet hast, gib nicht auf. Wenn Du Dir vornimmst, dass Du etwas schaffen willst, dann kannst Du es auch erreichen. Ansonsten gibt es natürlich, je nachdem, für was Du es gerade brauchst, verschiedene fachbezogene Nachhilfen von professionell Ausgebildeten, wie jenen bei TeachBack. Sie stehen Dir beispielsweise in Englisch, Mathe, Deutsch oder Französisch zur Seite und machen Dir bestimmt auch Lernpläne, deren Schema Du dann ja bereits kennst oder für dich selber anschließend übernehmen kannst.

Wenn Du dennoch das Gefühl hast, dass Dir momentan alles zu viel wird, rede mit anderen darüber. Oft wissen deine Eltern und Freunde gar nicht, wie Du dich fühlst. Vielleicht bewundern sie dich dafür, wie locker Du dein ganzes Arbeitspensum schaffst und ahnen nicht, dass es Dir dabei nicht gut geht. Wenn Du sie danach fragst, übernehmen sie bestimmt ein paar Aufgaben für dich und unterstützen dich so gut sie können. Aufgaben zu übertragen und Hilfe anzunehmen ist keine Schande. Du musst anfangs vielleicht über deinen Schatten springen, aber die anderen helfen Dir bestimmt gerne und sind auch froh, wenn Du wiederum mal wieder Zeit für sie und für ihre Sorgen und Probleme hast.

Dann kannst Du Dir auch noch überlegen, ob Du eine deiner Aufgaben zu einem späteren Zeitpunkt noch machen und bis dahin aufschieben kannst. Natürlich ist es normalerweise besser, Dinge nicht ewig vor sich herzuschieben, sondern alles so bald als möglich zu erledigen, aber bevor Dir alles zu viel wird, ist es besser, sich Stück für Stück vorzuarbeiten und sich dabei nicht zu sehr zu stressen. Denn es bringt niemandem etwas, wenn Du nur noch schlecht gelaunt herumläufst und für nichts anderes mehr Zeit hast als für die Schule und den Stress, den Du Dir deswegen machst. Es ist okay, sich nicht zu überlasten und auch mal zu Freunden oder zu der Familie Nein zu sagen. Wenn Du dich ihnen erklärst, nehmen sie das sicher nicht persönlich und bringen Dir und deiner momentanen Lage Verständnis entgegen.

 

Der Zeitplan hilft Dir bei deiner Organisation, aber trotzdem können Dinge auch schief gehen. Doch Scheitern ist menschlich. Also entweder versuchst Du es gleich nochmals oder Du widmest dich zuerst etwas anderem und versuchst es dann zu einem anderen Zeitpunkt wieder, wenn dein Kopf dafür frei ist.

Jeder und jede sollte sich außerdem über seine oder ihre Grenzen bewusst werden. Wenn es irgendwo nicht mehr weitergeht, musst Du dies akzeptieren können. Es wird in deinem Leben immer wieder solche Situationen geben und dennoch ist das bestimmt nicht das Ende. Es gibt so viele Dinge auf der Welt, denen Du dich widmen, die Du versuchen und die Du bestimmt auch gut bewältigen kannst. Dann ist es am besten, Du orientierst dich neu – und wie gesagt, Du kannst es auch in fünf Jahren nochmals wagen 😉

 

Wichtig ist zudem, dass Du ein Plätzchen für Dich findest, an dem Du Dich wohlfühlst und wo Du Dich ganz auf deine Hausaufgaben oder das Lernen konzentrieren kannst. Wenn Du dein Pensum für den Tag geschafft hast, ist es gut, wenn Du Dir überlegst, was Du anschließend wirklich unternehmen willst. Hast Du Lust, Bowlen zu gehen, Ski zu fahren oder willst Du vielleicht einfach nur entspannt in die Badewanne liegen und anschließend noch ein Buch lesen? Beim Stressabbau ist es wichtig, dass Du Dir bewusst wirst, was Dir selbst gut tut und nicht immer nur darauf schaust, was andere wollen. Zusätzlich solltest Du Dir über deine Stärken und Schwächen klar werden, da dies Dir bei deinem Zeitmanagement hilft. Wenn Du beispielsweise weißt, dass Du für Englisch kaum lernen musst, kannst Du schon ein paar Mathehausübungen lösen. Du hast dafür dann, wenn die anderen das erst machen, wiederum Zeit, etwas zu tun, zu dem Du gerade Lust hast und das Dir jetzt Freude machen würde.

 

Zum Schluss ist es wichtig, dass Du deine eigenen Bedürfnisse und dein Wohlbefinden nicht aus den Augen verlierst. Gutes Essen, viel Trinken und sich Zeit für Freizeitaktivitäten nehmen ist wichtig, sodass Du, dein Körper und deine Seele in der Balance bleiben. Nur so bist Du fit und motiviert genug, deine Aufgaben gut zu meistern und deine Pausen zu genießen. Selbstorganisation bedeutet also, einen Zeitplan zu erstellen, seine eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen, sich Ziele zu stecken und schulische Aufgaben strukturiert und gewissenhaft zu erledigen. Es bedeutet aber auch, dass Du Zeit für deine Freunde, deine Familie und deine Verwandten hast, Zeit, um zu chillen, Musik zu hören und Tage mit Serienschauen zu verbringen. Es heißt zusätzlich, dass Du Dir den Stress der Erwachsenen noch lange Zeit nicht antun musst und dies auch später vermeiden kannst, wenn Du an deinen Plänen und Zielen festhältst. Außerdem ist Stress äußerst schädlich für deine Gesundheit und sollte unbedingt vermieden werden. Du kannst somit also auf deinen Körper achten und gleichzeitig dein Leben, ohne 40-Stunden-Job und Dauerstress, genießen. Denn erwachsen wirst Du noch früh genug!