Diese Fächer sind seit einiger Zeit in den Mittelpunkt von einigen Diskussionen gerückt, denn einige Eltern sehen für diese Fächer keinen Sinn, diese mit Noten zu bewerten. Sie fordern für diese Fächer etwas wie eine Teilnahmepflicht und eine textliche Bewertung, wie sie in der Grundschule bis zur zweiten Klasse stattgefunden hat. 

Unterrichtsfach Sport

Was soll in diesem Fach denn nun überhaupt bewertet werden? Soll die Leistung bewertet werden, sodass der Lehrkörper eine Liste bei sich als Vorlage hat, für welche Schulnote welche Leistungen erreicht werden müssen? Sodass beim Hochsprung beispielsweise die Schüler ab 170 cm  ein „sehr gut“ bekommen, ab 160 cm ein „gut“, ab 150 cm ein „befriedigend“ und so weiter als Bewertungsnote bekommt. Ein anderer Ansatz ist die Benotung der Entwicklung der Schüler. Hier wird dokumentiert, welche Leistung sie zu Beginn einer Unterrichtsreihe bringen. Dann wird die Unterrichtsreihe durchgeführt, mit den Übungen und der Technik und allen Hilfen, wie die Leistung verbessert werde kann. Am Ende der Unterrichtsreihe bewertet der Lehrer dann die Entwicklung die der Schüler innerhalb dieser Wochen genommen hat. Dort muss allerdings auch darauf geachtet werden, dass die Bewertung der Leistung zu einem gewissen Grad dort mit einfließt, da es Schüler gibt, die von vornherein die 170 cm überspringen und sich daher nicht wirklich steigern können. Diese sollten natürlich dann für die Leistung bewertet werden, da von vornherein wenig bis gar kein Steigerungspotential vorhanden ist.

Andere Eltern schlagen vor, dass im Sportunterricht die schlechteste Note die „befriedigend“ sein sollte, um den Kindern nicht die Motivation am Sportunterricht und am Sport im Allgemeinen zu nehmen. Der Kommentar zu diesem Vorschlag ist allerdings, dass hierdurch, so wie durch die komplette Abschaffung der Noten, der Ehrgeizgedanke und der Spaß am Sportunterricht genommen. Zudem kommt, dass die Schüler die keine Lust auf den Sportunterricht haben, sich nun von vornherein nicht anstrengen, da sie mit einer „befriedigend“ vollkommen einverstanden sind. Dies ist darüber hinaus eine Strafe, für diejenigen die sich jedes Mal anstrengen, da sie nur 2 Noten besser sind, als jene, die es von vornherein nicht probieren (wollen). 

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass man die Schüler nicht in Watte packen sollte, da diese im späteren Berufsleben auch nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Da ist es so, dass derjenige der keine Leistung bringt und vor allem weil er sie nicht bringen will auch keine Chance auf eine gute Bewertung hat.

Unterrichtsfach Musik

Nachhilfe in Sport

Für Musik ist dort ein ähnlicher Gedanke in der Benotung vorhanden. Entweder man hat Taktgefühl oder man hat es nicht. Genauso wie ein Musikalisches Talent. Hier sind Schüler die im privaten bereits ein Instrument gelernt haben weitaus bevorzugt. Zudem ist die Frage, was in den Unterrichtseinheiten von Musik bewertet werden soll. Muss jeder Schüler für eine Unterrichtsreihe ein neues Instrument lernen? Oder wie sieht es aus, wenn es ans Singen geht? Manche Schüler haben eine schöne Singstimme und manche nun mal nicht. Was wird in diesem Fall bewertet?

Unterrichtsfach Kunst

Nachhilfe in Musik

In Kunst ist es ähnlich, wie im Fach Sport. Hier können über einen gewissen Zeitraum Fortschritte in der jeweiligen künstlerischen Entwicklung gesehen werden. Allerdings ist hier ebenfalls die Schwierigkeit des Umsetzens. Mach ein Schüler kann es besser umsetzen als der Andere, hatte allerdings eine weitaus besser Idee. Hier sollte dann der Mix aus beiden – Idee und Umsetzung – bewertet werden. Hier gilt allerdings das gleiche wie beim Sportunterricht, manche Schüler können von vornherein gut zeichnen, malen oder werken, andere hingegen nicht. Hier muss unterschieden werden, wie sehr die Entwicklung und wie sehr die Leistung an sich benotet und belohnt werden muss.