Viele Eltern stellen sich diese Frage schon wenn ihr Kind in die letzte Klasse der Grundschule kommt, denn von da ist es nicht mehr lang, bis der Sprössling auf eine weiterführende Schule kommt. Die hierfür infrage kommenden öffentlichen Möglichkeiten sind die Hauptschule, die Realschule, die Gesamtschule und das Gymnasium. Private Schulen die in Deutschland ebenfalls zur Auswahl stehen sind Internate und konfessionelle Schulen.

In manchen deutschen Bundesländern ist es leicht für die Eltern, da die Grundschulen bindende Entscheidungen treffen. Bei denen ist es so, dass die Eltern diese Empfehlungen immer herabstufen können, wenn diese ihr Kind allerdings auf eine Schule oberhalb der Empfehlung stecken wollen, stellt dies meist ein Problem dar.

Das Kind immer direkt auf ein Gymnasium zu schicken, ist nicht zwangsläufig die beste Wahl, da sich Kinder vom Stoff, so wie vom Umfeld auf einer Realschule meistens wohler fühlen. Wer danach noch sein Abitur machen möchte, der hat auch dann die Möglichkeit dies ohne großen Zeitverlust nachzuholen.

Die Gesamtschule vereint alle drei „normalen“ Schulformen in sich, nämlich das Gymnasium, die Realschule und die Hauptschule. Schüler werden in dieser Schulform bis zu einem gewissen Grad alle zusammen unterrichtet und gefördert. In diesem Unterricht ziehen die Stärkeren die Schwächeren mit sich und sorgen dafür, dass alle den Stoff verstehen und keiner hinten abgeschlagen bleibt. Um sich dann auf die Schwächen und Stärken der verschiedenen Schüler zu fokussieren, werden die Schüler in unterschiedliche Förderkurse eingeteilt. Das Abitur wird so als Abschluss leichter, da sich die Schüler so frei entscheiden können, welchen Abschluss sie machen wollen. Ob sie nach erfolgreichem abschließen der zehnten Klasse die Schule verlassen oder ob sie das Abitur machen wollen, was an dieser Schulform ohne weiteren Schulwechsel möglich ist. Zudem haben die Gesamtschulen das G9- Abitur, was mit sich bringt, das die Schüler ein Jahr mehr Zeit haben um ihr Abitur zu machen, sprich der ganze Schulstoff entzerrt sich ein wenig. Allerdings ist das Konzept der Gesamtschule umstritten, da es häufig so ist, dass die Schüler entweder überfordert oder unterfordert sind. Zudem ist es so, dass die führenden Länder der PISA-Studien allesamt mehrgliedrige Schulformen haben und keine Gesamtschule.

Die wohl intensivste Schulform, die als weiterführende Schule möglich ist, ist ein Internat. Hier wird die Schule, also das Lernen, mit dem Leben kombiniert, da die Schüler unter der Woche in Zimmern nahe des Schulgebäudes oder sogar innerhalb des Schulgebäudes leben. Internate haben häufig einen Schwerpunkt, der durch ein Fach bestimmt ist. Es gibt zum Beispiel Sport-, Kunst- oder Musikinternate. Internate bieten ihren Schülern nach deren Abschluss meist ein gutes Netzwerk, wodurch diese leichter ins Arbeitsleben und sogar bevorzugt in gute, bekannte Unternehmen kommen, sodass die berufliche Zukunft bei guten Leistungen auf einem Internat schon so gut wie abgesichert ist. Allerdings bringt ein Internat auch hohe Kosten mit sich, so sind monatliche Kosten in der Höhe von 1000 bis 3000 € keine Seltenheit. 

Um herauszufinden, welche Schule dem Kind die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche schulische Entwicklung bietet, ist es ratsam Tage der offenen Tür an verschiedenen Schulen wahrzunehmen und sich einen ersten Einblick über Räumlichkeiten und Lehrkörper zu verschaffen.

Bei der Auswahl der Schule sollten sich Eltern allerdings klar machen, dass es in erster Linie um die Gegenwart ihres Kindes geht und nicht direkt um das gesamte Leben des Sprösslings. Wer früh in eine nicht passende Schulform gezwängt wird, der entwickelt auch keinen Spaß an der Schule und rebellische Aktionen sich vorprogrammiert. Das Kind sollte auf eine Schule gehen, wo es sich wohlfühlt und es angemessen gefordert und gefördert wird. Ein höherer Abschluss kann später noch immer ohne große Zeitverluste nachgeholt werden. Zudem sollten die Eltern ebenfalls Gespräche mit den aktuellen Lehrern des Kindes führen, da dieser das Kind objektiver und fairer beurteilen kann, als es nun mal die Eltern bei ihrem eigenen Zögling tun.

Egal, für welche Schulform Du Dich entscheidest. Wir haben für jedes Fach und für jede Schulform für Dich den passenden Nachhilfelehrer (w/m).